Z900 vs. Street Triple RS

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Der gyroskopische Effekt (Kreiselkräfte) wird dadurch weitestgehend aufgehoben wenn die Kurbelwelle gegen die Fahrtrichtung dreht.
Damit soll sich das Mopped in Kurven besser/neutraler fahren lassen (KW dreht nach hinten und die Räder nach vorne).
Theoretisch kann jeder Motor andersherum drehen.
Mein oller Mini war glaub ich so ein linksdreher - zu erkennen an der Einbaulage des Motors.
Ansonsten ist es wohl der Motorhistorie geschuldet das Motore rechts drehen seit der Karre vom ollen Benz wo das Schwungrad
bei stehendem Motor noch in der Horizontale befand und eben auch von Rechtshändern angedreht werden musste.
Nun, da waren die Linkshänder schon damals Exoten.
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

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Lustiger Artikel. Ich wüsste gern, welcher physikalische Umstand einen V4 leistungsmäßig über einen R4 heben sollte. Halte ich für völligen Unsinn. Ferrari hat bei seinen V8 Motoren absichtlich auf eine flache Kurbelwelle gesetzt, weil das mehr Leistung und weniger Gegengewichte an der Kurbelwelle ermöglicht. Das ist eine R4 Kurbelwelle. Die neue Corvette und zuvor auch Shelby im Mustang setzen ebenfalls auf die flache Kurbelwelle eines R4, weil das ggü. der Crossplane-Kurbelwelle in Rennmotoren einfach mehrere Vorteile hat.
Weshalb sollte ein R4 Motor in Kurven einen Vorteil haben? Und warum ist dann Yamaha zur Crossplane-Kurbelwelle mit der Begründung des BigBang-Konzeptes für mehr Traktion gewechselt? Das ergäbe ja überhaupt keinen Sinn. :rolleyes:
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

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Der gyroskopische Effekt (Kreiselkräfte) wird dadurch weitestgehend aufgehoben wenn die Kurbelwelle gegen die Fahrtrichtung dreht.
Damit soll sich das Mopped in Kurven besser/neutraler fahren lassen (KW dreht nach hinten und die Räder nach vorne).
Theoretisch kann jeder Motor andersherum drehen.
Mein oller Mini war glaub ich so ein linksdreher - zu erkennen an der Einbaulage des Motors.
Ansonsten ist es wohl der Motorhistorie geschuldet das Motore rechts drehen seit der Karre vom ollen Benz wo das Schwungrad
bei stehendem Motor noch in der Horizontale befand und eben auch von Rechtshändern angedreht werden musste.
Nun, da waren die Linkshänder schon damals Exoten.
Weshalb sollte sich der gyroskopische Effekt durch eine Änderung der Drehrichtung aufheben lassen? Die Kreiselkräfte sind doch nach wie vor und in gleicher Größe vorhanden? Es spielt für die Kreiselkräfte auch keinerlei Rolle, ob die Drehrichtung entgegengesetzt den Rädern ist oder mit ihnen in die gleiche Richtung dreht.

Und was heißt linksdrehend und rechtsdrehend? Stell Dich auf die andere Seite und sie drehen sich genau entgegengesetzt. Man kann nur von mit den Rädern in gleicher Drehrichtung sprechen und von entgegengesetzt der Raddrehrichtung.
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

Guest
Das mit den auf Geraden schnelleren V4 statt R4 hat allein mit der kleineren Strinfläche wegen des schmaleren Motors zu tun. Bei um die 300km/h macht es einen Unterschied, ob das Moped 10cm schmaler oder breiter ist. Die Strinfläche ist dann deutlich kleiner oder größer, was bei etwa gleichem cw-Wert schon mal eine um mehrere km/h andere Geschwindigkeit bedeutet. Mit "mehr Dampf" eines V4 hat das rein gar nichts zu tun.
 

Toothless

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@Italophil du hast genau was gelernt?
Gyroeffekt ist Physik 6. Klasse.
Das gleiche mit Bezug auf Motortechnik, Getriebe und Ausgleichswellen war
1. Lehrjahr als Kfz Mechaniker in der Berufsschule im Fach Kfz Technik
Und nein, selbst wenn du Kopfstand machst, wird sich dein Uhr (daher auch der Begriff "Uhrzeigersinn") weiter nach rechts drehen.
Und ja, Räder drehen sich nur vor oder zurück - Aber alles was sich im und am Mopped sonst noch so dreht, beeinflußt sich
mit- oder gegeneinander oder hebt sich bei entsprechender Technik sogar komplett auf.
Biste schonmal Segway gefahren?
Zur allersten Frage will ich dich auch nicht vorführend sondern nur bemerken, dass wenn du z.B. Bankkaufmann* bist und
dich auch sonst noch nicht mit Physik beschäftigt hast, ist es ein wenig abstrakt und schwer nachzuvollziehen was ja auch keine
Schande ist.

Ansonsten wäre ich voll und ganz bei Dieter Nuhr
;)
*Damit will ich natürlich nicht sagen das Bankmenschen nur Zahlen im Kopf haben ☝️
Man muss hier ja sooo vorsichtig sein was man schreibt
 

Willow

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Das ist zwar überhaupt nicht mein Themenbereich, aber ich bin ebenfalls etwas verwundert. Die Kreiselkräfte verursachen den Gyroskopischen Effekt, aber was haben Ausgleichswellen damit zu tun? Diese sollen doch lediglich den Drehmomenten und Beschleunigungskräften entgegenwirken und dadurch Vibrationen reduzieren, wenn ich mich nicht irre. Ich kann mir durch Instinkt nicht vorstellen, dass zwei Kreiselkräfte mit entgegengesetzer Drehrichtung ihren Gyroskopischen Effekt ausgleichen. Wie soll das funktionieren? Was soll der Trägheit entgegenwirken? Vermutlich geht es bei der verbesserten Fahrdynamik ebenfalls um den Ausgleich der Drehmomente.

Vielleicht wird hier auch einfach aneinander vorbei geredet und deshalb bitte nicht immer gleich gegenseitig diskreditieren. Alles was nicht aus sicherer Quelle belegbar ist, sagt sowieso nicht viel aus. Ich benutze oben sicherlich auch keine fachlich korrekten Ausdrücke und bin nur Softwareentwickler😂
 
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Leute nun macht doch bitte keine wiss. Studie aus etwas, was ganz einfach ist.
Es gibt V2, R2 V4, R4 und Tripple Fans etc... - jedem das seine ---- und bei den Leistungsniveau heutzutage zählt eigentlich
nur noch die rechte Hand sowie Erfahrung ein gutes Fahrwerk, Risikobereitschaft und Mut:ninja:
und wer Exoten fährt natürlich das liebe Portmonaie.
Mir persönlich isses wurscht wie rum mein Motor dreht - hauptsache er geht ab, ist haltbar und laufruhig und hat einen schönen R4 Sound ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

Guest
@Italophil du hast genau was gelernt?
Gyroeffekt ist Physik 6. Klasse.
Das gleiche mit Bezug auf Motortechnik, Getriebe und Ausgleichswellen war
1. Lehrjahr als Kfz Mechaniker in der Berufsschule im Fach Kfz Technik
Und nein, selbst wenn du Kopfstand machst, wird sich dein Uhr (daher auch der Begriff "Uhrzeigersinn") weiter nach rechts drehen.
Und ja, Räder drehen sich nur vor oder zurück - Aber alles was sich im und am Mopped sonst noch so dreht, beeinflußt sich
mit- oder gegeneinander oder hebt sich bei entsprechender Technik sogar komplett auf.
Biste schonmal Segway gefahren?
Zur allersten Frage will ich dich auch nicht vorführend sondern nur bemerken, dass wenn du z.B. Bankkaufmann* bist und
dich auch sonst noch nicht mit Physik beschäftigt hast, ist es ein wenig abstrakt und schwer nachzuvollziehen was ja auch keine
Schande ist.

Ansonsten wäre ich voll und ganz bei Dieter Nuhr
;)
*Damit will ich natürlich nicht sagen das Bankmenschen nur Zahlen im Kopf haben ☝️
Man muss hier ja sooo vorsichtig sein was man schreibt
Ähm, kennst Du den Effekt, wenn jemand voll daneben liegt und trotzdem voll und ganz von dem Blödsinn überzeugt ist? Doch, kennst Du, hast Du gerade am eigenen Körper zu spüren bekommen.

Also, Physik 5. Klasse: Die Kreiselwirkung bzw. der gyroskopische Effekt kommt aus der Masseträgheit und hängt von der Drehzahl, der Masse und der Entfernung von der Entfernung der Masse vom Drehpunt ab aber überhaupt nicht von der Drehrichtung. Sie ist vollkommen unabhängig von der Drehrichtung. Stell dich links des Kreisels und lass ihn rechts herum drehen, also im Uhrzeigersinn und dann geh rüber auf die andere Seite und er dreht sich ….? Genau, links herum, also entgegen dem Urzeigersinn. Es ist wurscht, schnuppe, total wumpe. :ROFLMAO:

Und nein, Kreiselwirkung hebt sich auch nicht gegenseitig auf, sondern addiert sich, mit der Anzahl der Kreisel. Die Karre wird immer richtungsstabiler und reagiert immer träger, je mehr Kreisel du dranbastelst.

Du solltest unbedingt und ganz dringend nochmal zur Schule gehen. Da gibt es auch Abendkurse, selbst für Erwachsene.

Dunning-Krüger in reinster Form. Unglaublich. :eek:

And by the way: Ich habe Werkzeugmacher gelernt, dann Schmied und Architektur studiert, nichts mit Bankkaufmann, Du Scherzkeks. ;)
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

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Das ist zwar überhaupt nicht mein Themenbereich, aber ich bin ebenfalls etwas verwundert. Die Kreiselkräfte verursachen den Gyroskopischen Effekt, aber was haben Ausgleichswellen damit zu tun? Diese sollen doch lediglich den Drehmomenten und Beschleunigungskräften entgegenwirken und dadurch Vibrationen reduzieren, wenn ich mich nicht irre. Ich kann mir durch Instinkt nicht vorstellen, dass zwei Kreiselkräfte mit entgegengesetzer Drehrichtung ihren Gyroskopischen Effekt ausgleichen. Wie soll das funktionieren? Was soll der Trägheit entgegenwirken? Vermutlich geht es bei der verbesserten Fahrdynamik ebenfalls um den Ausgleich der Drehmomente.

Vielleicht wird hier auch einfach aneinander vorbei geredet und deshalb bitte nicht immer gleich gegenseitig diskreditieren. Alles was nicht aus sicherer Quelle belegbar ist, sagt sowieso nicht viel aus. Ich benutze oben sicherlich auch keine fachlich korrekten Ausdrücke und bin nur Softwareentwickler😂
Nein, es geht dabei um das Kippmoment des Motors. Ein Motor erzeugt beim schnellen Erhöhen der Drehzahl ein der Drehrichtung entgegengesetzt wirkendes Kippmoment. Bei Motorrädern mit quer eingebautem Motor gleichlaufend mit den Rädern erzeugt der Motor beim Gasgeben ein Kippmoment, dass eine Kraft in Richtung eines (im Rennsport ungewollten) Wheelies verursacht. Um dem entgegen zu wirken, hat Ducati die Drehrichtung des Motors geändert. Allerdings ist die Neigung zum Wheelie durch die Stützkraft des sich am Hinterrad abstützenden Motors ohnehin immer in Richtung eines Wheelies, beim Gasgeben. Wenn das Hinterrad in Fahrtrichtung vorwärts möchte, hebt es immer die Maschine vorne an. Das ist ein Drehmoment um die Hinterachse als Reaktion auf die Kraft an dem sich an der Fahrbahn abstützenden Reifens.
 
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Na wenn du meinst :rolleyes:

Schon etwas älter aber die lügen dann sicher - Verdammte Lügenpresse.
Der Absatz zu den Kreiselkräften scheint ein totales Hirngespinst zu sein
Stell dich links des Kreisels und lass ihn rechts herum drehen, also im Uhrzeigersinn und dann geh rüber auf die andere Seite und er dreht sich ….? Genau, links herum, also entgegen dem Urzeigersinn.
Aha, wie nennt man das, schlagartiger Richtungswechsel bei Positionsänderung des Betrachters?
Du wirst schon Recht haben obwohl du das mit dem Bankkaufmann auch schon nicht verstanden hast 🤷‍♂️
 

Willow

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@Italophil Das Kippmoment ist doch ein Drehmoment.. oder nicht? Naja egal, bevor hier wieder Streit um nichts los geht.

@Toothless Beim groben überfliegen bestätigt sich der Verdacht. Ich denke, dass es einfach etwas schwammig umschrieben wurde und das "Kippmoment" des Motors und nicht der gyroskopische Effekt gemeint ist.

Wie auch immer man es nun nennen möchte: Drehmoment, Kippmoment oder "Reaktionsmoment".. Auf einmal heißt es Kreiselkräfte (welche man als gyroskopischen Effekt interpretieren könnte) im Motorradonline Beitrag. Man kann das nun alles auseinander pflücken, aber das bringt uns nicht weitero_O
 
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Na wenn du meinst :rolleyes:

Schon etwas älter aber die lügen dann sicher - Verdammte Lügenpresse.
Der Absatz zu den Kreiselkräften scheint ein totales Hirngespinst zu sein

Aha, wie nennt man das, schlagartiger Richtungswechsel bei Positionsänderung des Betrachters?
Du wirst schon Recht haben obwohl du das mit dem Bankkaufmann auch schon nicht verstanden hast 🤷‍♂️
Na wenn du meinst :rolleyes:

Schon etwas älter aber die lügen dann sicher - Verdammte Lügenpresse.
Der Absatz zu den Kreiselkräften scheint ein totales Hirngespinst zu sein

Aha, wie nennt man das, schlagartiger Richtungswechsel bei Positionsänderung des Betrachters?
Du wirst schon Recht haben obwohl du das mit dem Bankkaufmann auch schon nicht verstanden hast 🤷‍♂️
Richtig, dieser Absatz ist totaler Unfug, die naive Annahme eines ungebildeten Journalisten, der von Physik Null Ahnung hat. Kreiselkräfte können sich nicht aufheben, da sie per se keine Richtung haben, sondern immer nur einer jeglichen Lageänderung entgegenwirken. Sprich, versuchst Du, das Motorrad nach links zu kippen, wirkt die Kreiselkraft nach rechts entgegen. Versuchst das Motorrad nach rechts zu kippen, wirkt sie nach links der Lageänderung entgegen. Zwei Kreisel wirken aber ebenso jeder Lageänderung entgegen, also bei gleicher Kreiselkraft der beiden Kreisel doppelt so stark entgegen.

In Längsrichtung des Motorrads wirkt aber gar keine Kreiselkraft, nur allein die Gewichtskraft der Kurbelwelle. Die Kreiselkräfte können nur senkrecht zur achsialen Richtung des Kreisels als Kipppunkt entgegenwirken und sich daher durch Änderung der Drehrichtung auch nicht aufheben, da sie in dieser Richtung keinerlei Wirkung haben. Völliger Unfug.

Der Schreiberling hat leider absolut keine Ahnung, wovon er da schreibt. Wäre der Effekt so, wie von ihm behauptet, hätte jedes Motorrad eine rückwärts drehende Kurbelwelle. Ist doch wohl logisch. Null Mehrkosten stünden einem unglaublich hilfreichen Effekt gegenüber.

Und das Wort Lüge würde ich hier niemals verwenden. Eine Lüge setzt eine bewusste Falschaussage voraus, also mit Absicht falsch. Wenn jemand aber keinerlei Ahnung davon hat, kann er gar nicht bewusst lügen, weil er gar nicht wissen kann, wann es falsch und wann richtig ist.
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

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@Italophil Das Kippmoment ist doch ein Drehmoment.. oder nicht? Naja egal, bevor hier wieder Streit um nichts los geht.
Was hat das Kippmoment als Drehmoment damit zu tun? Das Kippen nach links und rechts ist ein Moment um den Drehpunkt der Reifenauflage auf der Fahrbahn, von vorn oder von hinten betrachtet. Die Kreiselkraft wirkt diesem Kippen entgegen, egal, in welche Richtung gekippt wird. Die Kreiselkraft hat keine definierte, nur eine Richtung, sondern wirkt jeder Lageänderung senkrecht zur Richtung ihrer Achse kippend entgegen. Aber weder nach vorne, noch nach hinten und auch nicht, wenn diese Lageänderung um den Drehpunkt der Kreiselachse wirkt.

@Toothless Beim groben überfliegen bestätigt sich der Verdacht. Ich denke, dass es einfach etwas schwammig umschrieben wurde und das "Kippmoment" des Motors und nicht der gyroskopische Effekt gemeint ist.

Wie auch immer man es nun nennen möchte: Drehmoment, Kippmoment oder "Reaktionsmoment".. Auf einmal heißt es Kreiselkräfte (welche man als gyroskopischen Effekt interpretieren könnte) im Motorradonline Beitrag. Man kann das nun alles auseinander pflücken, aber das bringt uns nicht weitero_O
Kreiselkräfte können sich nicht aufheben, da sie erst als Kraft entstehen, wenn man versucht, die Lage senkrecht zur Achsrichtung zu ändern. Dann aber wirken ALLE Kreiselkräfte gemeinsam dieser Lageänderung entgegen, addieren sich also immer (solange die Achsen der Kreisel zu einander einigermaßen parallel sind), egal, wie herum gedreht wird. Die Kreiselkraft wirkt niemals in Drehrichtung des Kreisels, das ist der Punkt. Und so lange Du die Lage des Kreisels nicht änderst, ist die Kreiskraft nicht existent. Deshalb fährt die Fuhre ja stur geradeaus und kippt nicht von selbst in eine Richtung, in die der Kreisel angeblich wirken soll, sondern wirkt dem Kippen imm er nur entgegen, egal, in welche Richtung gekippt wird.

Ist ähnlich der Masseträgheit. Solange Du eine Körper nicht beschleunigst, wirkt die Masseträgheit gar nicht. Sie bremst nicht, sie beschleunigt nicht, sie quasi gar nicht existent. Bis Du versuchst, zu beschleunigen, dann wirkt die Masseträgheit der Beschleunigung entgegen und zwar abhängig davon, in welche Richtung die Beschleunigung wirkt. Masseträgheit wird nach hinten, wenn Du nach vorne beschleunigen willst und sie wirkt nach vorn, wenn Du bremsen willst. Sie bekommt also erst dann eine Richtung, wenn Du die Lage oder Richtung ändern willst. Daher gibt es auch zur Masseträgheit keine andere Gegenkraft, als die, die Du zur (positiven oder negativen) Beschleunigung aufwendest. Masseträgheit lässt sich genau so wenig durch eine andere Masse ausgleichen, Kreiselkräfte durch andere Kreiselkräfte. Zweimal Masseträgheit durch doppelte Masse addieren sich immer und lassen sich nie ausgleichen.
 
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Nichtraucher

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Der Schreiberling hat leider absolut keine Ahnung, wovon er da schreibt. Wäre der Effekt so, wie von ihm behauptet, hätte jedes Motorrad eine rückwärts drehende Kurbelwelle. Ist doch wohl logisch. Null Mehrkosten stünden einem unglaublich hilfreichen Effekt gegenüber.
Alle MotoGP Motoren haben eine rückwärts drehende Kurbelwelle und in der WSBK nur die V4 Panigale.
Wen eine rückwärts drehende Kurbelwelle nichts bringt warum treiben alle MotoGP Hersteller so einen hohen Aufwand?
Für eine rückwärts drehende Kurbelwelle braucht ein Motor sogar eine zusätzliche Zwischenwelle welche etwas Leistung frisst.
 

Toothless

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Stimmt, der Schreiberling hat wirklich absolut keinen blassen Schimmer von Motorrädern und ihrer Technik.
Hab mal recherchiert, total Ahnungslos der Typ! Hätter mal lieber Arschitektur studiert oder wäre er mal lieber
Bäcker geworden, Bäcker ist cool da kannste den Mist den du machst wenigsten aufessen.

Entschuldige mich vorab bei allen Bäckern und ihrem ehrenwerten Handwerk.
 

Willow

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@Nichtraucher Das ist doch was halbwegs konkretes! Nun wäre noch eine Erklärung zum Thema Reduzierung des gyroskopischen Effekts interessant.. Wie soll das funktionieren?
 

Willow

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Ahhhhhhhhhhh ok.. Die Kraft durch den gyroskopischen Effekt ist um 90° versetzt und durch die 180° Drehung (andere Drehrichtung) entgegengesetzt. Immer noch sehr abstrakt, aber so zumindest einigermaßen schlüssig. @Italophil hatte scheinbar den gleichen Hänger.
 
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Gelöschtes Mitglied 19118

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Alle MotoGP Motoren haben eine rückwärts drehende Kurbelwelle und in der WSBK nur die V4 Panigale.
Wen eine rückwärts drehende Kurbelwelle nichts bringt warum treiben alle MotoGP Hersteller so einen hohen Aufwand?
Für eine rückwärts drehende Kurbelwelle braucht ein Motor sogar eine zusätzliche Zwischenwelle welche etwas Leistung frisst.
Ich habe nicht behauptet, dass das nichts bringen würde. Es hat eben nur überhaupt nichts mit den Kreiselkräften zu tun, denn diese sind unabhängig von der Drehrichtung und wirken auch nicht in diese Richtung. Es mag also andere Gründe dafür geben, wie die von mir schon erwähnte Reduzierung des Aufstellmomentes beim Beschleunigen.
 
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Ahhhhhhhhhhh ok.. Die Kraft durch den gyroskopischen Effekt ist um 90° versetzt und durch die 180° Drehung (andere Drehrichtung) entgegengesetzt. Immer noch sehr abstrakt, aber so zumindest einigermaßen schlüssig. @Italophil hatte scheinbar den gleichen Hänger.
Ich habe keinen Hänger! Die Drehrichtung des Kreisels ist nicht die Wirkrichtung der gyroskopischen Kraft! Daher ist es auch egal, ob der Kreisel nun vorwärts oder rückwärts dreht, wenn es um die Kreiselkraft geht. Der Kreisel erzeugt einen Widerstand gegen das Kippen seiner Rotationsachse. Das ist die gyroskopische Wirkung.

Dass die Kurbelwelle beim Beschleunigen auch gegen den Motor eine entgegengesetzte Kraft ausübt und ihn in Gegenrichtung drehen möchte, habe ich schon erwähnt aber das ist NICHT die gyroskopische Kraft des Kreisels. Und mit einem weiteren Kreisel kann man auch nicht die Wirkung des ersten Kreisels „aufheben“. Das ist physikalisch unmöglich, wie ich schon mit dem Gleichnis zur Masseträgheit erklärt habe.

Hier eine Erklärung zur rückwärtsdrehenden Kurbelwelle:
"Mit Gyroskopie hat das nichts zu tun. Es hat etwas mit der Messebeschleunigung zu tun. Beim vorwärts rotierenden Motor versucht der Motor beim Beschleunigen, sich vorne aufzurichten, wodurch die Neigung zum Wheelie verstärkt wird. Rückwärts laufende Motoren haben den gegenteiligen Effekt und halten das Vorderrad eher am Boden. Der Effekt ist aber sehr gering."

Der Grund, weshalb der Effekt gering ist: Das angetriebene Hinterrad muss sich trotzdem vorwärts drehen, weshalb nach der Kurbelwelle eine Umkehrung der Rotationsrichtung erfolgt. Und mit dem sich vorwärts drehenden Hinterrad stützt sich das Motorrad nur noch gegen die Reaktionskraft aus dem Antrieb und hat dazu nur sein Eigengewicht. Da aber im gleichen Maße, wie die Maschine nach vorn beschleunigt, auch das Motorrad selbst über die Hinterachse nach oben gedrückt wird, kann ein Motorrad nur mit maximal 1G beschleunigen. Würde die Kraft zum Beschleunigen größer, als die Erdanziehungskraft bzw. Gewichtskraft Richtung Boden, dann hebt das Vorderrad ab und es kommt zum Wheelie.

Leider steht im Internet und ganz besonders bei so genannten "Fachzeitschriften" für Motorräder (ja, auch bei 1000PS) so viel Blödsinn darüber, dass man sich nur noch an den Kopf fassen kann. Ein angetriebenes Hinterrad stützt sich beim vorwärts Beschleunigen IMMER gegen das Eigengewicht des Fahrzeugs ab und die Gegenkraft bzw. das Gegenmoment hebt die Front, vollkommen unabhängig von der Drehrichtung der Kurbelwelle, weil hier nur die Drehrichtung des Hinterrades und die Antriebskraft am Ritzel dafür verantwortlich sind. Für einen Gegenteiligen Effekt müssten Motorräder Frontantrieb haben, dann würde das Hinterrad durch das Gegenmoment Richtung Boden gedrückt. Nur hilft das dann nicht mehr viel beim Beschleunigen, weil das Hinterrad dann nicht mehr das angetriebene Rad ist und die dynamische Achslastverschiebung das Vorderrad entlastet und das Hinterrad belastet. Allrad wäre noch eine Lösung, da hier der Effekt am Vorderrad dem Hinterrad zu Gute käme.

Wen das Prinzip interessiert, der kann sich mal den Monorail Train von Louis Brennan (1910) ansehen:
 
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